UnserEbersdorf.de
Die Internetseite des Heimat- und Schulfördervereins Chemnitzer-Ebersdorf.

   

 

Bergbau in Ebersdorf.

Heute kaum mehr bekannt ist, dass in Ebersdorf einst über viele Jahre Bergbau betrieben wurde. Ebersdorf liegt im Ebersdorf-Hainichener-Steinkohlenbecken. Die fand man frühzeitig heraus, sodass bereits unter der Familie von Harras Steinkohlen geschürft wurden. Bis ins 19. Jahrhundert hinein, zuletzt durch Familie Vitzthum, wurden im Areal um die Brettmühle noch Steinkohlen abgebaut. Es gab ein regelrechtes Schachtsystem und sogar eine Maschinenhalle mit einer Dampfmaschine, welche - versunken in vom Grundwasser aufgespülten Schächten - noch immer unter Tage liegen muss....

Der Heimatforscher Gert Petersen hat im Jahr 2014 den ersten Teil seiner Nachforschungen zum Ebersdorfer Steinkohlenbergbau bereits veröffentlicht.


Der Einsturztrichter des Ebersdorfer Schachtes...

 


... ist aus Sicherheitsgründen eingezäunt.


Noch heute findet man sogenannte Ausstriche und


Kohleschmitzen in Ebersdorf.

Die Ebersdorfer Steinkohle war schon damals nicht von bester Qualität,
auch heutige Funde sind da nicht besser.

Jedoch war das Ebersdorfer Steinkohlenvorkommen und dessen Abbau nur ein kleines Licht im Hinblick auf den Steinkohlenbergbau im gesamten Sachsen. Umso erfreulicher ist es, dass nunmehr eine Gruppe interessierter Bürger ein Projekt starteten, welches alle sächsischen Steinkohlengebiete - egal ob groß oder klein - verbindet und der Öffentlichkeit bewusst macht:

Das Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge und der Förderverein des Museums haben die Idee einer "Sächsischen Kohlenstraße" entwickelt. Ziel ist es, die Geschichte des Steinkohlenbergbaues erlebbar zu machen. Industriearchitektur, Bergbauwege und -lehrpfade und weitere Traditionspunkte, die sich bis heute erhalten haben, sollen über die rund 240 km langen Route - zunächst abstrakt - verbunden werden.

Zunächst wird die Route zwischen Zwickau und Oelsnitz/Erzgebirge entwickelt. Sie soll dann weiter über Chemnitz, Flöha, Freiberg, Olbernhau, Freital bis nach Dresden führen. Allerdings ist anfangs die Entwicklung als virtuelle Route geplant. Unterlegt wird diese durch ein Netzwerk verschiedener kultureller und touristischer Partner und eine gemeinsame Bekanntmachung des für die industrielle Entwicklung Sachsens so wichtigen Industriezweiges. Der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig hat dankenswerterweise die Schirmherrschaft übernommen.

Die Heimatforscher Gert Petersen und Heiko Lorenz (und dadurch auch der Unser Ebersdorf e.V.) arbeiten im Fachbeirat des Projektes mit, werten die Historie aus und wirken bei Vor-Ort-Projekten mit. In Erwägung werden beispielsweise neben Veröffentlichungen ein Rundweg und Informationstafeln gezogen.

Weitere Informationen auf der Internetseite des Bergbaumuseums in Oelsnitz: hier.

Eine schöne Beschreibung des Projektes ist in der Zeitschrift Bergglöckchen in der Ausgabe 1/2014 auf Seite 20/21 zu finden.